Tipps der Vitalhofbäuerin vom Tunelhof in Tirol

Frau Sponring die Fachfrau für Vitalität und Gesundheit wird hier altbewährte, naturnahe Themen aus ländlicher Region wiedergeben.

Dem Veilchenöl wird in der überlieferten Volksmedizin nachgesagt, dass es Strahlen abhält, die Veilchenblüten  in Jojobaöl oder kaltgepresstes Olivenöl einlegen, auch der Duft kommt gut durch. Warm stellen( Küchenbereich), aber nicht an die Sonne und nach 3 Wochen abfiltern. Dann eher kühl und in dunklen Fläschchen aufbewahren.

Sehr dekorativ sind Veilchenblüten auf Salaten oder kandiert als besonderes Dessert.

Dazu trockene Blüten mit Staubzucker bestäuben auf einem Backtrennpapier im Backofen bei 80 Grad trocknen lassen, bis sie knusperig sind.

Wildes StiefmütterchenAckerstiefmütterchen  (Viola tricolor):
Ganzes Kraut von Mai bis August für Heilzwecke (Tees, Waschungen bei Hautunreinheiten).
Einzelne Kronblätter als Verzierung auf Topfenspeisen und Salte, ernten von Mai bis September.

Himmelschlüssel – Primula verisvoder officinalis
stehen unter Naturschutz. Daher sollte man sie nur begrenzt verwenden.
Himmelschlüsselblüten auf einem Frühlingssalat lassen das „Herz aufgehen“.

Löwenzahn - Taraxacum sect. Ruderalia
ist als Frühlingssalat sehr wertvoll. Die jungen Blätter verwendet man als Salat. Löwenzahn wirkt reinigend, aktiviert den Stoffwechsel hat viele Vitamine und Mineralstoffe, er unterstützt die Ausscheidung über Leber und Niere. Der weiße Milchsaft wurde wie beim Schöllkraut auch zur Entfernung von Warzen verwendet.

Die vielen mundartlichen Bezeichnungen des Löwenzahns spiegeln seinen Bekanntheitsgrad wider. Einige dieser Namen beziehen sich auf seine harntreibende Wirkung: Kuhblume, Pisser, Pusteblume.

Gekochte Kartoffeln mit Zwiebel und Löwenzahn, kaltgepresstem Rapsöl oder Olivenöl, Essig und Kräutersalz sind ein kulinarisches Highlight im Frühling.

Aus den Blüten des Löwenzahns kann man köstlichen Löwenzahnhonig bereiten.

 

Farben, Wohlgeschmack, Vitamine und Mineralstoffe werden uns stärken.

Kräuter dienen neben dem Genuss dem Wohlbefinden, in Düften oder Kosmetika, zur Linderung und Heilung, zur Dekoration, zum Färben und Räuchern oder gegen Ungeziefer.
Es wächst alles ..... wann wir es brauchen, wo wir es brauchen und vielleicht auch weil wir es brauchen. Wildkräuter haben weit mehr Vitalstoffe eingelagert, als unser konventionelles Gartengemüse.

 

Huflattich  - Tussilago farfare Huflattichblüten sind in Form von Tee ein gutes Hustenmittel – eine Schleimdroge. Die ausgewachsenen Blätter später im Juni / Juli  verwendet – werden sie in der Volksmedizin als gutes Mittel gegen Gelenksprobleme erwähnt. Die großen Blätter auflegen, festbinden, über Nacht wirken lassen.

Zwiebel

Zwiebel ist nicht nur hervorragend in der guten und gesunden Küche einzusetzen, sondern hat auch seit je her einen besonderen Ruf in der bäuerlichen Volksmedizin.

Zwiebel wirkt antiseptisch, abführend, blutdrucksenkend, lindert Husten und Bronchialbeschwerden

Wenn das Keuchen und Husten nicht vergehen wollte, holte die Mutter die schwere Eisenpfanne aus der Speis, gab mit dem Muser einen ordentlichen „ Patzen Schweinefett“ in die Pfanne und röstete darin noch eine Zwiebel hellgelb an. Das Gemisch ließ sie etwas abkühlen, schmierte es auf ein altes Stück Leintuch und legte es uns Kindern dann auf Brust und Rücken.

Wenn ich mich zurückerinnere, habe ich den Schmalz Zwiebelgeschmack immer noch um meine Nase, obwohl Jahrzehnte vergangen sind. Aus heutiger Sicht wählt man zur Auflage entweder rohen Zwiebel oder Schweineschmalz,die beiden werden nicht mehr vermischt.

Bei Husten

Für den rohen Zwiebelwickel Zwiebel schälen und dann mit der Hand von der halbierten Zwiebel die einzelnen Zwiebelschichten ablösen. Auf ein Geschirrtuch ein doppeltes Blatt Küchenrolle legen, die abgelösten Zwiebelschichten nebeneinander auflegen und als kleines Päckchen mit der Küchenrolle einschlagen.

Dann mit der Hand kräftig auf das Paket drücken, Saft austreten lassen, direkt auf die Brust legen und mit dem Geschirrtuch und einem warmen Tuch oder besser noch Schafwolle abdecken. Wenn kein Fieber vorhanden ist, kann eine Wärmflasche den Wickel abschließen.

Bei Ohrenschmerzen

Bei akuten Ohrenschmerzen auch bei Kindern kann der Zwiebelwickel an das Ohr gelegt werden. Den Wickel ca. 20 Minuten auflegen und ev. Wiederholen. Mit einer Haube fixieren, Naturschafwolle und eine Wärmflasche darüberlegen, vorausgesetzt es ist kein Fieber vorhanden.

Holunder

sucht die Nähe des Menschen. Er wächst am liebsten nahe bei den Höfen und an Wiesenrändern. Schon unsere Vorfahren sagten: Vor dem Holunderbusch sollte man den Hut ziehen.

Die äußerst Vitamin – und Mineralstoffreichen Blüten und Beeren des Hollerstrauches werden zu allerlei wohlschmeckenden Gerichten verarbeitet. Zu Hollerkiacherln, Hollermus, Hollersirup und Hollersekt, getrockneten Blüten und Beerensaft.

Die  günstigste Temperatur zur Saftzubereitung beim Entsaftungsvorgang liegt knapp über 50 Grad. Dann lösen sich Zucker und Farbstoffe hervorragend aus den Früchten und die wertvollen Inhaltstoffe werden geschont. Zum Trinken sollte der Saft dann nur vorsichtig auf Trinktemperatur wieder erwärmt werden.  

Getrocknete Holunderblüten als Tee oder eine Tasse heißer Hollerbeerensaft sind sehr empfehlenswert, wenn eine Erkältung „im Anflug“ ist.  Holunder treibt den Schweiß aus allen Poren. Dann ab ins Bett, die Bettdecke hochziehen und kräftig schwitzen. Am nächsten Tag immer wieder viertelstündlich schluckweise Holundertee gemischt mit Lindenblüten trinken.

Tipp Für Kinder kann man den Holundertee mit etwas Holundersirup zubereiten. Dann nehmen ihn die Kleinen auch gerne.

Der Holunder ist auch reich an (essenziellen) Aminosäuren. Entzündungshemmend und schleimlösend wirken ätherische Öle. Dem dunkle Farbstoff des Holunders, dem Sambucvanin  wird eine Antioxydative Wirkung zugeschrieben, es gilt als „Radikalfänger“ und soll das Risiko von Krebs oder Herz – Kreislauf – Erkrankungen senken. Schonend zubereiteten Holundersaft können Sie auch im Reformhaus kaufen und dann nur noch auf Trinktemperatur erwärmen.

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Vitaltipp: Veilchenöl vor der Mammographie oder Röntgenaufnahmen einmassieren (nur äußerlich anwenden).

Löwenzahnblütenhonig:
Löwenzahn in einen Kochtopf geben und mit kaltem Wasser bedeckt über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag 1 Stunde leicht köcheln und erneut eine Nacht ziehen lassen. Diesen Ansatz in einem Tuch ausdrücken . Für 1 Liter Saft braucht man:
400 Gramm brauner Kandiszucker beigefügt und nochmals ca. 5 – 6 Stunden ganz leicht und vorsichtig geköchelt, bis die Masse dickflüssig ist.

Heiß in saubere Gläser füllen und sofort verschließen. Hält sich über ein Jahr lang.

Mit Fichtenwipferln kann man gleich vorgehen und einen guten Sirup bereiten.

Vitaltipp: Löwenzahn – Power - Cocktail Eine Hand voll Löwenzahnblätter mit dem Saft einer Orange und mit einem entkernten Apfel im Mixer pürieren. Den Brei je nach Geschack mit etwas Akazienhonig süßen – mit 1/8 l Buttermilch oder Kefir auffüllen – auf Gläser verteilen.

Löwenzahnhonig und Fichtenwipfelhonig sind ideal für Desserts, schmecken köstlich in Kräutertees und lindern im Winter Erkältung und Husten.

Vitaltipp:

Löwenzahn – Power - Cocktail
Eine Hand voll Löwenzahnblätter mit dem Saft einer Orange und mit einem entkernten Apfel im Mixer pürieren. Den Brei je nach Geschack mit etwas Akazienhonig süßen – mit 1/8 l Buttermilch oder Kefir auffüllen – auf Gläser verteilen.

Um Husten zu lindern gibt es eine zusätzliche Möglichkeit:

Zwiebelsaft
Eine Bio - Zwiebel würfelig schneiden
in ein Glas geben und mit
2 – 3 Eßlöffel echtem Bienenhonig vermischen.
Das Glas verschließen.
Bald bildet sich ein köstlicher Saft, der über den Tag verteilt ausgelöffelt wird.

Vitaltipp: Wichtig ist – den Saft täglich frisch zuzubereiten

Und dass Sie kontrollierten , echten Bienenhonig vom Imker Ihres Vertrauen verwenden.

Rettichsaft
Nach derselben Methode kann man auch einen Rettichsaft herstellen.

Sie nehmen dazu einen schwarzen – runden Bio - Rettich anstatt der Zwiebel.  Rettich hat viel Vitamin C, schleimlösende Stoffe und lindert Husten.

1 EL täglich wirkt auch vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten.

Wenn wir als Kinder starken Reizhusten hatten, stellte uns die Mutter eine Tasse mit einem Gemisch aus Butter und Honig ans Bett. Wir durften solange immer wieder mit einem kleinen Löffel davon lutschen, bis wir einschlafen konnten.

Es hat gewirkt, aber ich kann Ihnen den Grund der Wirkung nicht erklären.

Wichtig ist auch, bei Husten genügend (Husten – u. Kräutertee) zu trinken, dass er sich lösen kann und der Schleim abgehustet und ausgeschieden wird. Das vergessen leider viele Menschen!

Natürlich gilt – dass Hausmittel einen Arzt nicht ersetzen können.

Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage
www.tunelhof.at

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